Mittwoch, Juli 05, 2006

 

Die Parallelwelt des kleinen Buddha

Der Cirque du Soleil verzaubert bis zum 30. Juli das Publikum in Málaga


Können Menschen Wände hochrennen? Ist es möglich, mit seinen Zehen die eigenen Schultern zu berühren? Kann man auf Kugeln laufen? Und: ist es vorstellbar, sich mit seinem eigenen Bauch zu erschlagen? Die Antwort auf diese Fragen, sie befindet sich in der zauberhaften Welt des Cirque du Soleil, der zurzeit in Málaga Station macht. Der Zirkus, ursprünglich aus dem kanadischen Quebec, hat sein Programm an der Sonnenküste verlängert und gastiert nun bis zum 30. Juli auf dem Feria-Gelände der Provinzhauptstadt.
Wer den Sonnenzirkus besucht, taucht ein in eine rätselhafte, bunte und erstaunliche Fantasie. Mehr als 60 Artisten aus einem Dutzend Ländern verwandeln das Zirkuszelt in einen verzaubernden Traum voller traditioneller Symbolik und moderner Avantgarde. Farbenprächtige Kostüme, atemberaubende Musik und bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Choreografien nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise durch das Programm „Dralion“.
Ein kleiner Buddha ist der Herr über das Spektakel. Er trägt die Sanduhr, er bestimmt die Zeit. Die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde begleiten ihn und die Zuschauer durch eine zweistündige Parallelebene, wo herkömmliche Begriffe der Physik wie Zeit, Raum und Schwerkraft scheinbar nicht mehr gelten.
Schier unglaublich ist es mitanzusehen, wie die Chinesin Wang Juru, auf nur einen Arm gestützt, ihren feinen Körper verbiegt. Mehrere Minuten vollführt die Artistin einen einzigartigen Tanz, wobei sie in der Luft zu schweben scheint. Die Verrenkungen, die sie dabei vollführt, demonstrieren eine unwahrscheinliche Flexibilität und Körperbeherrschung.

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